L E S E R B R I E F

 

 

 

 

Laute Stimmen gegen den Irrsinn
Betr.: MT vom 3. Mai: Kormorane geraten immer mehr ins Fadenkreuz

Es ist an Deutlichkeit kaum zu Ÿberbieten, was eine penetrant hartnŠckige Lobbyarbeit erreicht. Menschen, die es als Sport ansehen, Fische auf spitze Widerhaken bei§en zu lassen, aus ihrem Element zu ziehen, zu entseelen usw., kšnnen sich immer wieder darauf verlassen, ihre Egomanie auf Kosten schwŠcheren Lebens unter dem entlarvend geschlossenen Mantel des regulativen Naturschutzes zu verbergen.

Die Berufsfischerei fŸrchtet um Euro und Tonne. VergrŠmungsaktionen mit LŠrm und Lichtkanonen, die die brŸtenden Tiere stundenlang von ihren Nestern fern halten, um die Gelege kalt werden zu lassen und - wenn das alles nicht hilft - natŸrlich AbschŸsse durch JŠger. Also neidisches Eigeninteresse vor Leben - oder das bissige GedrŠnge vor dem Fressnapf?

Wie armselig und kleingeistig intolerant ist es, den Kormoran als Feind zu betrachten. Der Profitzwang der Fischerei und der Spa§faktor der Angler haben zumindest in Naturschutzgebieten absolut nichts zu suchen.

Die ethische Sicht kommt gŠnzlich zu kurz. Warum mŸssen sich TierschŸtzer als Spinner, GefŸhlsduseler usw. bezeichnen lassen, wenn sie anprangern, dass Kormorane in beschriebener Weise von ihren Nestern vertrieben werden, solange noch kein Jungtier geschlŸpft ist.

Ist aber das eingetreten, setzt die Hemmschwelle ein und schlagartig greift dann das Tierschutzgesetz. Im ungeschlŸpften Zustand kein schŸtzenswertes Leben - im geschlŸpften, sichtbaren Zustand niedlich und der Hege bedŸrfend, bis das Tier erwachsen ist, um dann wieder als SchŠdling vergrŠmt oder nach Gšrings Jagdgesetz vorsŠtzlich ermordet zu werden. Diese Pseudologik ist keinem mitdenkenden Zeitgenossen vermittelbar.

Die Stimmen gegen diesen Irrsinn mŸssen lauter werden - noch lauter.

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